2.5 Schulung

Entwicklung und Fortschritt sind nur möglich, wenn Wissen weitergegeben und auch angewandt wird. Nachdem eine Projekt-, bzw. Kommunikationsstruktur oder eine Building Information Modelling Arbeitsweise erarbeitet wurde, gilt es, diese in Ihrem gesamten Unternehmen umzusetzen.

Da es nie leicht ist, Gewohnheiten umzustellen, v.a. wenn man mit ihnen doch ebenfalls ans Ziel gelangt, ist es wichtig, Ihrem Team in Schulungen nicht nur die Arbeitsweise nahezulegen, sondern vor allem auch für die Vorteile, Erleichterungen und größeren Zusammenhänge zu sensibilisieren sowie gemeinsam konkrete Lösungen für Fragen und Schwierigkeiten zu finden.

Diese Schulungen können zum Einen das Vorstellen der Bestandsanalyse und die Einführung in das geplante Arbeitskonzept sein. Zum Anderen wird es, je nach Wissensstand, nötig sein, das grundlegende 3D Modellieren mit 3D-Autorensystem wie z.B. ArchiCAD zu trainieren und/ oder das für BIM relevante Arbeiten mit Klassifizierungen, Eigenschaften etc. zu vermitteln. Welche Schulungs-Bausteine für Sie in Frage kommen, lässt sich anhand der Bestandsanalyse einschätzen.

Auch hat es sich am effektivsten erwiesen, im Anschluss an eine Schulung ein paar Tage den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter zu begleiten und anhand Ihrer laufenden Projekte den neu festgelegten Standard gemeinsam umzusetzen sowie für Fragen zur Verfügung zu stehen. Dies gibt nicht nur mehr Sicherheit bei der Umstellung, sondern sorgt auch für einen soliden Planungsstart mit dem entsprechenden Template, auf welchen dann sehr gut weiter aufgebaut werden kann.

Bei Bedarf lässt sich dies sinnvoller Weise zu Meilensteinen, wie dem Beginn einer neuen Leistungsphase, mit entsprechend für diese relevanten Inhalt wiederholen.

Wenn Sie zu Beginn eines Projektes z.B. eine neue, bürospezifische CAD-Datei anlegen, sind zuerst einmal eine Menge Einstellungen vorzunehmen: Nullpunkte und Geschosshöhen festlegen, die benötigten Layer und Planköpfe sowie die je nach Bauweise erforderlichen Baustoffe und Mehrschichtbauteile einrichten, usw. Dafür müsste man jedes Mal eine Menge Zeit aufwenden, oder dies im Laufe des Projektes nachholen, bzw. unterwegs feststellen, dass einem gewisse Grundeinstellungen fehlen.

Eine gute Vorlagedatei – auch Template genannt – enthält bereits alle sauber eingestellten Materialien, Bauteile, Überschreibungen, Layer, Stifte, Planköpfe usw., die Sie benötigen und stellt somit sicher, dass sich Ihr Modell zum Schluss auswerten lässt und ein einheitlicher Bürostandard gewahrt bleibt. Die Hersteller-Dateien sind zwar mittlerweile gut strukturiert, jedoch aus unserer Erfahrung für eine optimale Anwendung im Büro- bzw. Projektbetrieb noch ausbaufähig.

Ohne eine solch optimierte Datei machen Sie ein und dieselbe Arbeit tausendfach und generieren dabei Einstellungsfehler, die sich auf Darstellung und Auswertung auswirken und in der weiteren Planung nur aufwendig beheben lassen.

Gern erstellen wir Ihnen nach Analyse und Erarbeitung eines Bürostandards eine solche Datei. Dies kann ein übergeordnetes Template oder ein auf ein spezielles Projekt zugeschnittenes Template sein. In jedem Fall sinnvoll ist eine Ausrichtung auf BIM. Z.B. für ArchiCAD liegen uns
nun schon enorme Erfahrungswerte vor, wie eine optimierte Datei aufgebaut sein muss, weit über den Herstellerstandard hinaus.

Jedes CAD-Programm, so auch z.B. ArchiCAD, kommt mit einer Standard- Benutzeroberfläche. Dabei sind allerdings die Paletten und Befehle bezüglich Effektivität, Erreichbarkeit und Ergonomie selten optimal angeordnet. Aufwändige Mauswege, verzweigte Drop-Down Menüs und fingerbrecherische Tastenkombinationen bremsen den Workflow. Wir bieten Ihnen ein individuell zugeschnittenes Userinterface an.

So können Sie zum Beispiel 85% der ständig benötigten Befehle mit einem Tastendruck anwählen und sich mit der Maus auf die reine Zeichenarbeit konzentrieren. Alle häufig gebrauchten Buttons sollten so nah wie möglich an der Zeichenfläche positioniert sein, ohne in Drop-Down Menüs und Untermenüs suchen zu müssen.

Mit einer gut ausgestatteten Arbeitsoberfläche tun Sie nicht nur Ihren Händen etwas Gutes, sondern entwerfen, konstruieren und zeichnen und reichern Daten schon im Schnitt nach weniger als zwei Wochen Eingewöhnung um ein Vielfaches effektiver.

Die sogenannte Space mouse ist keine Spielerei aus der Welt des Gaming, sondern aus unserer Sicht ein absolut nützliches und dienliches Werkzeug zum Navigieren im 3D-Modell. Aus anderen Bereichen wie Luft- und Raumfahrtindustrie kommend, wird dieses Gerät mittlerweile von den meisten Autorensoftwaren wie z.B. ArchiCAD unterstützt.

Der Vorteil liegt schlicht in der nahtlosen flug- bzw. orbit-ähnlichen Navigation. Während man mit dieser Maus einen kniffligen Punkt am Modell untersucht, kann zugleich der ausgeführte Befehl (z.B. bewegen/kopieren) weiter, ohne absetzen der anderen Hand von der normalen Maus, ausgeführt werden. Ohne Space mouse müssten Sie in Ihrem
CAD das zu bearbeitende Objekt deaktivieren um dann erst zum nativen Navigationsmodus des Programmes zu gelangen.

Ebenso lassen sich für 3D-basierte Projektbesprechung schnell die Problempunkte aus allen Sichtwinkeln ansteuern und darstellen. Gerne zeigen wir Ihnen bei Bedarf diese und noch weitere Anwendungsfälle dazu, mit denen Sie Zeit beim Modellieren sparen bzw. zum besseren Verständnis des 3D-Modells gelangen.